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Dr. Tim Ostermann Mitglied des Deutschen Bundestages

Der Kreis Herford und Bad Oeynhausen


Herford

Wenn man an den modernen Gebäuden, wie der städtischen Musikschule oder dem Museum MARTa vorbei kommt, fällt es schwer, sich Herford im Mittelalter vorzustellen. Doch tatsächlich ist diese Zeit prägend für unsere Kreisstadt gewesen. Im 12. Jahrhundert entwickelte sie sich zu einer der bedeutsamsten Handelsstädte in Westfalen und wurde 1342 Mitglied der Hanse. Den Titel „Hansestadt“ hat die Stadt jedoch erst 2013 in ihren Namen aufgenommen.

Heute besticht Herford, mit 65.000 Einwohnern die größte Stadt im Wahlkreis, vor allem mit seinem kulturellen Angebot. Als Gastspielhaus bietet das Theater ein vielfältiges Angebot und die ständig wechselnden Ausstellungen im MARTa, dem Museum für zeitgenössische Kunst, locken Besucher von weit her. Dabei ist alleine die Architektur des Gebäudes einen Besuch wert. Es wurde 2001 von dem international anerkannten Architekten Frank Gehry entworfen und besticht mit seiner außergewöhnlichen Asymmetrie und den auffallenden, roten Backsteinen.

 

Löhne

Meine kleine Heimatstadt ist eigentlich eine Weltstadt – die Weltstadt der Küchen. So steht es auf den Schildern an verschiedenen Orten und das nicht ohne Grund. Bedeutsame Unternehmen, wie SieMatic, Nolte und Bauformat haben in Löhne ihren Sitz. Außerdem war die Stadt im Jahr 2000 Ausrichter der Landesgartenschau. Bis heute ist das Veranstaltungsgelände, die Aqua Magica, ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Bei schönem Wetter kann man dort ausgedehnte Spaziergänge machen oder dem begehbaren Wasserkrater einen Besuch abstatten. Wer sich traut, in die Brunnenanlage hinab zu steigen, nimmt unweigerlich auch eine kleine Erfrischung in Kauf.

Als Rangierbahnhof und Knotenpunkt war Löhne schon lange vor der Landesgartenschau von überregionaler Bedeutung. Diese besondere Stellung machte die Stadt im "Zweiten Weltkrieg" jedoch auch zum Angriffsziel. Am 14. März 1945 erleben die Einwohner einen dramatischen Bombenangriff auf Löhne. Dabei kamen viele Menschen ums Leben. Geschichtsträchtige Gebäude und die Gleisanlagen wurden beschädigt. Heute halten am Löhner Bahnhof nur noch Regionalzüge.

 

Bünde

In der Stadt zwischen Teutoburger Wald und Wiehengebirge erblickte ich im Jahr 1979 das Licht der Welt. Neben dieser Tatsache ist Bünde jedoch zwangsläufig mit dem Geruch von Zigarrenrauch und Tabak in Verbindung zu setzen, denn es ist „die Zigarrenstadt“.

Bünde entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zur Metropole der deutschen Tabakverarbeitung. In der Blütezeit existierten dort mehr als 80 Tabakbetriebe. 70 Prozent der Einwohner arbeiteten in der Zigarrenherstellung. Bis heute kann man diese Zeit im deutschen Tabak- und Zigarrenmuseum nachempfinden. Dort wird die Geschichte anhand von 2230 Exponaten und 31 Medienstationen für Jung und Alt lebendig gemacht.

Ebenso geschichtsträchtig ist der Doberg  im Südosten der Stadt. In der Vergangenheit wurde hier Gestein abgebaut, das durchschnittlich 30 Mio. Jahre alt ist. Das Naturschutzgebiet ist ein beliebtes Ziel für Ausflügler, aber auch für Forscher und Archäologen. Denn die oberen Gesteinsschichten sind so gut erhalten, dass der Doberg als weltweit anerkannter geologischer Referenzpunkt für die Zeit des Oligozäns (Zeitintervall vor ca. 33,9 Mio. Jahren) gilt.

Die Bünder können jedoch nicht nur auf ihre Geschichte stolz sein. Mit 45.000 Einwohnern auf 59,31 Quadratmetern ist Bünde heute die drittgrößte Stadt im Wahlkreis und immer einen Besuch wert. 

Bad Oeynhausen

In Bad Oeynhausen treffen Extreme aufeinander. Zum einen ist die Stadt mit knapp 50.000 Einwohnern ein beliebter Kurort. Mit 14 Kliniken und dem international anerkannten Herz- und Diabeteszentrum NRW zählt sie zu einem der wichtigsten Gesundheitsstandorte Deutschlands. Zum anderen ist die Mindener-/ Kanalstraße (B61) eine stark befahrene Durchgangsstraße. Täglich fahren hier 72.000 Fahrzeuge, darunter viele LKWs. Ab 2017 soll die seit Jahrzehnten geplante Nordumgehung Abhilfe schaffen.

Der Idylle des südlich davon gelegenen Kurparks tut der Verkehr jedoch keinen Abbruch. Der Park wurde in den Jahren 1851 bis 1853 von dem berühmten Gartenbaumeister Peter Josef Lenné entworfen. Hier laden die wunderschöne Grünanlage und die Terrasse des Kaiserpalais zum Entspannen ein. Auch die zahlreichen prächtigen Gebäude, wie das Kaiserpalais selbst, das Theater oder die Badehäuser tragen zu der besonderen Atmosphäre bei.

Nur wenige Schritte weiter trifft man auf den Jordansprudel. Er ist das Wahrzeichen der Stadt. Mit einer Schüttung von 3000 Litern pro Minute und einer Tiefe von 725 Metern ist er die größte kohlensäurehaltige Thermalsolequelle der Welt. Bad Oeynhausen - eine kleine Stadt mit großer Bedeutung.

 

Enger

 

Die offiziell anerkannte „Widukindstadt“ Enger bezeichnet sich selbst als „heimliche Hauptstadt“ des Wittekindslandes. Hier soll der Sachsenherzog, der im 8. Jahrhundert für das Heidentum gegen Karl den Großen kämpfte, begraben sein. Seine vermeintliche Grabstätte befindet sich in der Stiftskirche. Inzwischen ist man sich weitestgehend einig darüber, dass es sich tatsächlich um das Grab des Sachsenherzogs handelt. Mit dem dreiflügeligen Schnitzaltar und dem freistehenden Kirchturm hat die Stiftskirche weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten.

Das Widukind-Museum macht den Mythos um den großen Widerständler erlebbar. Da nur wenige Fakten über Widukind überliefert sind, widmet es sich umso intensiver den spannenden Sagen und dem Sachsenkriegen an sich. Die Museumslandschaft wird durch das Gerberei- und das Kleinbahnmuseum ergänzt. Wer sich für die Geschichte dieser Region interessiert und etwas dazu lernen möchte, ist in Enger genau richtig.

 

Spenge

 

Mit dem Naherholungsgebiet Hücker Moor haben die knapp 15.000 Einwohner von Spenge einen über die Stadtgrenzen hinaus beliebten Aufenthaltsort vor der Tür. Der See im Herzen dieses Gebiets bietet mit seinem Bootsverleih ein Freizeitangebot für die ganze Familie.

Als Wahrzeichen der Stadt dürfte wohl die Werburg genannt werden. Sie wurde um 1450 errichtet und was einst von einem Wassergraben und einer dicken Mauer umgeben. Heute ist nur noch ein Gebäudeensemble aus Torhaus, Herrenhaus und zwei Wirtschaftshäusern erhalten. Das Trauzimmer des Standesamtes Spenge ist nun im Torhaus untergebracht und ein würdiger Ort für so manches Ja-Wort.

Kirchlengern

 

Den 16.000 Einwohnern von Kirchlengern dürfte wohl nicht so schnell langweilig werden. Mit einer Kartbahn, einem Kino, einem Minigolfplatz und dem Spaßbad Aqua Fun bietet die Gemeinde ein abwechslungsreiches Freizeitangebot.  Zudem ist die Firma Hettich in Kirchlengern ansässig. Das Familienunternehmen wurde bereits 1888 gegründet und stellt heute Möbelbeschläge für Kunden auf der ganzen Welt her.

Im 18. Jahrhundert war Kirchlengern die Heimat verschiedener Adelsgeschlechter. 1736 ließ der Freiherr von Horst das Gut Niederbehmen, zwei Kilometer südlich von Kirchlengern, abreißen und aus dem Material das Gut Steinlacke errichten. Bis heute ist es die bekannteste Sehenswürdigkeit der Gemeinde und in die Liste der denkmalgeschützten Baudenkmäler eingetragen.

Vlotho

Wer sich bei schönem Wetter sportlich betätigen will, hat mit Vlotho ein optimales Ziel vor Augen. Die 19.000-Einwohner-Stadt im östlichsten Zipfel des Kreises Herford lockt mit ihrer Landschaft Ausflügler aus der gesamten Umgebung. Egal ob Wanderer, Kanu- oder Fahrradfahrer – hier kommt jeder auf seine Kosten. Während die Kanufahrer gerne am Ufer der Weser Rast einlegen, geht es für die Fußgänger auf den Amtshausberg. 100 Meter über der Weser liegt hier die Burg Vlotho, von der aus man einen beeindruckenden Ausblick auf das Umland hat.

Die Burg wurde 1250 erbaut. Von dort aus ließ Graf Heinrich von Oldenburg den Handel auf der Weser und dem Festland überwachen. Wenngleich von der Burg heute nur noch Ruinen übrig sind, ist sie nach wie vor ein beliebter Veranstaltungsort für Hochzeiten oder Mittelaltermärkte.

Hiddenhausen

Hiddenhausen liegt im Herzen des Kreises. Mit 24 Quadratkilometern ist Hiddenhausen der flächenmäßig kleinste Ort. Er entstand erst 1969 durch die Eingemeindungen der bis dahin selbständigen Gemeinden Eilshausen, Lippinghausen, Oetinghausen, Schweicheln-Bermbeck und Sundern. Bis heute gliedert sich Hiddenhausen nach dieser ehemaligen Struktur.

Idyllisch im Grünen liegt die die Museumsschule – eine Kultureinrichtung der ganz besonderen Art. Hier wird Schulklassen und interessierten Gruppen der Schulalltag von vor 150 Jahren nahe gebracht. Damals saßen in dem Gebäude die Kinder mit geradem Rücken und lernten. Heute gleicht eine Unterrichtsstunde in der Museumsschule eher einem Erlebnis, wenngleich die Lehrerinnen sehr streng wirken. Sie werden von den ehrenamtlichen Mitgliedern des Vereins Museumsschule Hiddenhausen e.V. gespielt, die das Museum liebevoll pflegen.

Rödinghausen

Die Gemeinde Rödinghausen mit ihren fünf Ortsteilen Schwenningdorf, Bieren, Ostkilver, Bruchmühlen und Rödinghausen liegt im Nord-Westen meines Wahlkreises. Die 10.000 Einwohner bilden die am dünnsten besiedelte Gemeinde im Kreis Herford. Mit ihrer Lage, direkt am Fuße des Wiehengebirges und der von kleinen Bächen durchzogenen Landschaft, ist die Gemeinde ein eher ruhiger Ort. Lediglich Bruchmühlen ist mit seinem Autobahn- und Eisenbahnanschluss gewerblich geprägt.

Besonders empfehlenswert sind  die Donoer Berge, von wo aus man einen schönen Blick auf die gesamte Gemeinde hat. Ein beliebter Veranstaltungsort ist zudem das Gut Böckel, das erstmalig 1350 urkundlich erwähnt wurde und heute in privatem Besitz ist. Der dazugehörige Park ist mit dem Siegel des „European Garden Heritage“ ausgezeichnet.