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Dr. Tim Ostermann

„Was passiert mit unseren westlichen Demokratien?“ - Populismus Thema bei Expertengespräch

25.08.2017 - 12:46

CDU-Bundestagsabgeordneter Tim Ostermann hat zum Expertengespräch eingeladen

Herford. Rechtspopulistische Parteien und Bewegungen haben sich in den letzten Jahren europaweit etabliert. Die Kampagne der europakritischen Partei UKIP in Großbritannien ist nur ein Beispiel dafür. Aus diesem Grund hat der heimische Bundestagsabgeordnete Tim  Ostermann die Veranstaltung „Populismus – Was passiert mit unseren westlichen Demokratien“ organisiert und zwei Referenten eingeladen. Die Veranstaltung fand in den Räumen des Kirchenkreisamtes statt. An die 60 interessierte Personen waren anwesend. Der Referent  Dr. Florian Hartleb ist Politikberater und Publizist. Hartleb hat zum Thema Populismus und Radikalismus promoviert. Dieses Jahr hat er ein Buch mit dem Titel „Die Stunde der Populisten“ veröffentlicht. Als weiteren Referenten hatte Ostermann den Sozialpfarrer Holger Kasfeld eingeladen. Er verantwortet das Referat Kirche und Gesellschaft des Evangelischen Kirchenkreises Herford.

Zu Beginn der Veranstaltung wurde auf den Begriff Populismus eingegangen. „Der Populismus versucht allzu einfache Antworten auf schwierige Themen des gesellschaftlichen Zusammenlebens zu geben“, erklärte Holger Kasfeld.

Das Publikum stellte verschiedene Fragen zu den Auswirkungen, Ursachen aber auch Vor-und Nachteilen von Populismus. Florian Hartleb betonte, dass Politik ohne Populismus nicht möglich sei. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung, in der es heißt, moderater Populismus sei ein ständiger Begleiter der Demokratie.

Eine Frage aus dem Publikum beschäftigte sich mit der mangelnden Verantwortung vieler Populisten. Die Parteien, die populistische Parolen verbreiteten und Versprechungen machten, seien oftmals nicht in der Regierungsverantwortung und müssten damit nicht an die Umsetzung ihrer Forderungen denken. Ein gutes Beispiel sei UKIP in Großbritannien, die den Brexit gefordert hatte, sich aber nach dem Ergebnis aus der Verantwortung gezogen habe.

Auf die Frage, ob Populismus auch gute Auswirkungen hätte, antwortete Sozialpfarrer Holger Kasfeld: „Der Populismus reduziert Komplexität, stellt Themen vereinfacht dar. Dies ist an sich ein Vorteil. Die meisten Populisten vereinfachen jedoch zu sehr und machen Lösungsvorschläge und Versprechungen, die eben nicht die Komplexität der Dinge beachten.“

Florian Hartleb merkte an, dass die Menschen nach dem Jahr 2016, nach der Präsidentschaftswahl in den USA und nach dem Brexit, vielfach doch merken würden, dass das Etablierte vielleicht doch nicht so schlecht sei, wie die Populisten immer behaupteten. In der Studie der Bertelsmann Stiftung heißt es bereits, dass das politische Klima von einer „Stunde der Populisten“ weit entfernt sei.

Ostermann war zufrieden mit der Veranstaltung: „Ich freue mich, dass die Veranstaltung eine so positive Resonanz erhalten hat und zahlreiche Interessierte gekommen sind.“

Bildunterschrift (v. l.): Florian Hartleb, Tim Ostermann, Holger Kasfeld 

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